Low-Carb - Rezepte ohne
Kohlenhydrate
Eigentlich ist es ganz einfach. Suchen Sie sich ein
Fleischrezept, lassen Sie die Beilagen weg und bereiten Sie das Gericht zu;
schon haben Sie ein Rezept ohne Kohlenhydrate.
Nein, ganz so einfach ist es nicht. Es gibt schon ein paar Möglichkeiten,
das gebratene Fleisch oder den Fisch kohlenhydratearm aufzupeppen.
Rezeptideen für Gerichte ohne Kohlenhydrate finden Sie im Netz massenweise.
Fleischrezepte finden Sie zum Beispiel auf meiner
www.schnitzelrezepte.de; diese Seite ist jedoch auf normales Kochen
ausgerichtet; der Low-Carb-Gedanke ist hier in keinster Weise
berücksichtigt. Deswegen hier ein paar Tipps, wie Sie die Rezepte umbauen
können.
Die Bitte an Sie: Wenn Sie Tipps für diese Seite haben,
mailen Sie mir
diese bitte zur Veröffentlichung hier
Fleisch:
Marinieren ist kein Problem, solange hierbei kein Zucker, Honig o.ä. ins
Spiel kommt. Vergessen Sie hierbei nie, dass konventionelles Ketchup,
welches ja beim marinieren auch gerne ins Spiel kommt, massiv Zucker
enthält. Marinieren Sie Zucker- und Ketchupfrei und streichen Sie
kohlenhydratfreies Ketchup nach dem Braten auf das Fleisch. Danach noch 1-2
Minuten ins Rohr oder nochmals auf den Grill und Sie haben ein Ergebnis,
dass konventionell mariniertem Fleisch sehr nahe kommt.
Die zuckerfreien Mariniermethoden können Sie natürlich unverändert anwenden.
Panieren:
Nehmen Sie Vollkornmehl für die Bindung zwischen Fleisch und Ei. Statt den
Semmelbröseln nehmen Sie fein geriebenen Parmesan - der hat keinen
nennenswerten Kohlenhydrate.
Wer Kokosgeschmack mag, kann auch Kokosnussraspeln verwenden. Eine weitere
Variante ist eine Nusskruste; die Bindung schaffen Sie am besten mit ein
wenig Eiweiß.
Auch eine Kräuterkruste lässt sich ohne Semmelbrösel
realisieren. Legen Sie die Kräuter in Öl, braten Sie das Fleisch in der
Pfanne und geben Sie die Kräuter erst nach dem Braten auf das Fleisch. Noch
kurz in das Rohr - fertig. Es wird zwar nicht knusprig, ist aber
geschmacklich einwandfrei.
Dipp:
Statt Joghurtdipp oder Ketchup lieber Avocadocreme. Die Zubereitung ist simpel.
Avocado aus der Schale lösen, Kern entfernen, Knoblauch, Salz, Chiliepulver,
ein Spritzer Zitronensaft, ein Schuss Sahne, Salz Pfeffer hinzugeben, mit
der Gabel zerdrücken, durch ein grobes Sieb streichen - fertig!
Wenn es ein Joghurtdipp sein muss, verwenden Sie fetten
griechischen Joghurt, der hat weniger Kohlenhydrate. Aber: Joghurt ist
generell stark kohlenhydratehaltig.
Kartoffelpüree:
Verboten. Aber eine Alternative - Zucchinipüree!
Die Zucchinin kleinschneiden, mit Salz, Pfeffer und Chilieflocken
vermischen, in Olivenöl anbraten, pürieren - fertig!
Gemüse:
Hülsenfrüchte, Mais, Karotten und Kartoffeln, um die wichtigsten zu nennen,
haben eine hohen Kohlenhydrateanteil und sind somit ungeeignet.
Wählen Sie Gemüse mit niedrigem Kohlenhydrateanteil, wie Brokkoli, Spinat
oder Chinakohl, der übrigens auch gebraten klasse schmeckt.
Salate:
Die meisten Salate haben wenig Kohlenhydrate. Hier liegt der Knackpunkt beim
Dressing. Meiden Sie Joghurt und ähnliches. Wenn Sie die Essig-Öl-Sauce
nicht mehr sehen können, peppen Sie diese mit Mayonnaise oder Eigelb auf.
Zum Süßen verwenden Sie auf keinen Fall Zucker oder Honig; nehmen Sie statt
dessen Stevia oder Süßstoff.
Fertiggerichte und Fertigbeilagen:
Lassen Sie Produkte, die keine Nährwertangaben ausweisen, im Supermarkt
liegen. Hier können Sie wirklich übelste Überraschungen erleben, wenn Sie
erstmals im Supermarkt bewusst diese Angaben lesen.
Normal essende Familienmitglieder:
Oftmals wird es einem zu aufwändig, zwei Gerichte zu kochen; mit ein wenig
Fantasie lässt sich das gleiche Gericht durchaus in einen Bereich mit Low
Carb und einen ohne Low Carb ausgestalten.
Beispiel:
Überbackene Hühnerbrust
Hühnerbrust, Blattspinat, Käse zum Überbacken, Sahne, Butter, Knoblauch,
getrocknetes Chili, Salz, Pfeffer, ein wenig Steinpilzpulver (muss nicht
sein), Tomaten, Bandnudeln.
Tomaten und Bandnudeln sind für den Low-Carbler verboten,
aber der andere Part möchte ja "normal" essen.
Zuerst den Knoblauch kleinwürfeln, in einem Bräter kurz
anschwitzen, Sahne drauf, Steinpilzpulver und Chili dazu, lauwarm stellen.
Butter in einem Topf schmelzen, kleingewürfelten Knoblauch und den Spinat
dazu, salzen und erwärmen. Evtl. etwas Muskat dazu. Parallel die Nudeln
abkochen.
Während der Spinat warm wird und die Nudeln kochen, Hühnerbrust in dünne
Scheiben schneiden, salzen, pfeffern, kurz anbraten und abgedeckt auf einem
Rost noch kurz ziehen lassen.
Die Nudeln in die eine Hälfte des Bräters mit der Sahnesauce. Die
Hühnerbrust auf die Nudeln bzw. in die Sahnesauce, Spinat drauf. In der
Nudelhälfte auf den Spinat dünne Tomatenscheiben. Mit Gratinierkäse
bestreuen und bei rund 200 Grad Umluft 10 Minuten in den vorgeheizten Ofen.
Der Low-Carb-Teil des Bräters hat so gut wie keine Kohlenhydrate (minimal in
der Sahne und im Spinat), während sich in der anderen Hälfte des Bräters ein
völlig normales Gericht befindet.
In dieser Art kann man viele Gerichte splitten. Einfach die
Fantasie des Kochs walten lassen :-)