David Kirsch Diätplan
Erfahrungen eines Dritten
Als meine Waage bei einer Größe von 171 Zentimetern über
85 Kilo stieg, zog ich die Notbremse. Klar, dass man im Alter von 55 nicht
mehr so rank und schlank ist wie mit 25 - aber was zuviel ist, ist zuviel.
Ich hatte vor Weihnachten einen Bericht über die New York Diät von David
Kirsch gelesen und das war der Auslöser, meinem Übergewicht zu Jahresbeginn
2011 zu Leibe zu rücken. Bis dato hatte ich nie eine Diät für mich in
Erwägung gezogen. Doch von einer Frau erwartet man, dass sie Figur hat - und
meine war eindeutig aus dem Leim.
Die New York Diät verspricht ein schlankes und attraktives Äußeres innerhalb
relativ kurzer Zeit. Der Erfinder dieser Diät heißt David Kirsch. Er war
Personal Trainer und Gründer des Madison Square Clubs. Als Autor der „New
York Diät“, verspricht er ein wirkungsvolles und von jedermann leicht
auszuübendes Diätprogramm, mit dem man in kurzer Zeit soviel Gewicht
abnehmen soll wie möglich. Das klang verlockend. Allerdings muss man sich
genau an die Vorgaben halten. Der David Kirsch Diätplan ist in drei Phasen
unterteilt. In der ersten Phase muss man vor allem auf Obst, fetthaltige
Lebensmittel, Milchprodukte und Kohlenhydrate aus Brot und Kartoffeln
verzichten. Stattdessen futterte ich Lebensmittel mit niedrigem
Kohlenhydratanteil und magere Proteinträger. Null Alkohol fiel mir nicht
schwer, denn ich mag sowieso keinen Alkohol. Bei Männern sehe ich da
allerdings Schwierigkeiten...
In der zweiten Phase der David Kirsch Diät darf man dann bei jedem Essen
eine Portion Kohlenhydrate dazu nehmen. Alle vorher verbotenen Sachen können
erst in Phase drei wieder gegessen werden - aber in Maßen. Die ersten beiden
Phasen der David Kirsch Diät sind auf einige Wochen beschränkt, die letzte
Phase soll man mindestens vier Wochen, am besten aber lebenslang
beibehalten, um sein Gewicht zu halten. Um die Diät zu unterstützen und den
Gewichtsverlust zu beschleunigen, fordert David Kirsch, dass man täglich den
Körper trainiert. Für einen Bewegungsmuffel und Stubenhocker wie mich war
das die größte Herausforderung, aber ich konnte mich immerhin zum Walken und
schwimmen gehen überreden. Es machte mir sogar Spaß, jedenfalls bei gutem
Wetter. Bei schlechtem Wetter funktionierte es nicht mit der
Selbstmotivation.
Immerhin probierte ich einige der 10-Minuten-Workouts aus dem Buch, was in
meiner kleinen Wohnung eine Herausforderung war. Obwohl die Diät bei mir
bestens anschlug, brach ich sie in Phase drei ab. Ich hatte bemerkt, dass
der schnelle Gewichtsverlust mir nicht gut tat. Mir war ständig schummerig
und die Ernährungsumstellung sorgte für ein permanentes Gefühl der
Unterzuckerung. Meine Heilpraktikerin sagte mir dann, dass sich anscheinend
zu viele Toxine aus meinem Fettgewebe lösten und empfahl mir, es langsamer
angehen zu lassen. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich aber immerhin 6 Kilo
Gewicht verloren. Außerdem war ich motiviert, mich mehr an frischer Luft zu
bewegen und zuckerhaltige Lebensmittel aus meinem Küchenschrank zu
verbannen. Den Entzug von Obst fand ich persönlich nicht so gut. Trotzdem
hat es mir immer geschmeckt und ich fühlte mich satt. Vor allem aber habe
ich endlich mal tatsächlich abgenommen und gesehen, dass es geht.